Herbst-Highlights & die Zeit

Je häufiger ich Blogposts mit dem Gedanken an die vergangene Zeit zum letzten Post beginne, desto mehr frage ich mich, was im Leben wirklich wichtig ist.

Sollte man nicht das tun, was einem Freude macht und nicht die Dinge zeitlich siegen lassen, die lediglich dazu beitragen, dass der Konsumbedarf gestillt wird? Natürlich macht mir meine Arbeit Freude, jedoch habe ich das Gefühl nur noch zu arbeiten.

Das ist nicht gut – deswegen versuche ich es erneut mich aufzulehnen und schreibe diesen Post über meinen wunderbaren Garten.

Blühende Seerose

Obwohl ich sie erst im Sommer in den Teich gesetzt habe, hat die Seerose in meinem kleinen Teich bereits die erste Blüte gehabt. Vielleicht sollte ich lieber Knospe sagen, denn ganz geöffnet habe ich sie nicht sehen dürfen. Vielleicht im nächsten Jahr.

Blick auf Gartenteich mit zahlreichen Grünpflanzen, sodass kaum noch Wasser zu sehen ist.Die weißen Knospe einer Seerose neben dunkelgrünen Blättern der Seerose.

Herbst-Ernte

Da die Zeit wiedermal knapp war, fiel die Ernte auch etwas geringer aus, als ich mir das eigentlich gedacht hatte… mein Ziel ist die sommerliche Selbstversorgung – da bin ich wohl aktuell noch SEHR weit von entfernt :-D

Auf dem Autodach liegen Zucchini in verschiedenen Größen, Tomatillo in ihrer grünen Hülle, kleine Tomaten, diverse Bohnen und zwei kleine Maiskolben

Lecker Tomatillo

Gekauft hatte ich die Tomatillo-Samen mit dem Gedanken Tomaten gekauft zu haben. Doch weit gefehlt. In ihrer Blätterhülle reifen die tomatenähnlich geformten Früchte heran. Sie bleiben jedoch in der Regel grün – zumindest sind sie bei mir vorher immer verfault.

Hellgrüne Tomatillo-Pflanzen mit den Früchten in einer physallisähnlichen Hülle

Was also tun mit Tomatillo?

Rezept für Tomatillo-Salsa

  • Tomatillo
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Salz und Pfeffert
  • etwas Kreuzkümmel
  • Oregano
  • frische Chili

Alles in einem Topf aufkochen und anschließend je nach Geschmack fein pürrieren. In Gläse abfüllen und fertig – wunderbare Salsa Sauce für Chips und alle mexikanisch anmutenden Gerichte.

Ein Eimer und eine Schale voll grüner, runder Tomatillo und eine Schalte mit rot-grünen Bohnen.

Ende

Vermutlich wisst ihr es alle, aber ich muss es auch einmal aussprechen:

Das schöne am Bloggen ist der Rückblick in die Zeit, die man sonst vermutlich nicht einmal in Fotos dokumentiert hätte. Eine tolle Sache…

 

Verrückte Kohlrabigeschichte

Lang, lang ists her, seit dem letzten Post, denn Urlaub und Krankheit haben es einfach nicht zugelassen… Doch jetzt möchte ich allen treuen Lesern (ihr seid klasse!) die Geschichte von meinem verrückten Kohlrabi erzählen.

Sommer 2014

Bevor ich meinen Garten im März übernommen habe, hatte ich nur meinen Balkon zum Anbau von Gemüse und Co. Unter anderem habe ich dort ganz erfolgreich Kohlrabi angebaut.

Kleiner Kohlrabi mit saftig grünen Blättern im Kübel

Normaler Kohlrabi im Juli 2014

Einige der Leckerbissen habe ich gegessen. Bei anderen habe ich ein gutes Erntedatum verpasst und statt die verholzten Kohlrabi wegzuwerfen, habe ich sie im Kübel gelassen.

Frühling 2015

Der Kohlrabi hat den Winter im Topf gut überstanden. Im Frühling bildeten sich dann längere Blätter und ein langer Stängel, der sich von Tag zu Tag weiter in den Himmel schob.

Schon im Mai bildeten sich aus den Blüten die Samenstände in Bohnenform.

Sommer 2015

Die kleinen Bohnen verfärbten sich im Juli in ein herrliches Rot und trockneten langsam aus.

Rötlich gefärbte Bohnen in denen sich Kohlrabisamen befinden

Rötlich verfärbte Samenstände des Kohlrabi

Nachdem ich dann zahlreiche Samen abgesammelt habe (leider habe ich von den kleinen schwarzen Samenkügelchen keine Bilder) und den Kohlrabi immer noch nicht weggeworfen habe, passiert das Unglaubliche.

Zwischen den übrig gebliebenen Samenständen – also in einer Höhe von ca. 1,20 m, bildeten sich erneut kleine Kohlrabi inkl. Blättern.

Ich kann es immer noch nicht glauben und bin völlig fasziniert von meinem verrückten Kohlrabi :-D

Habt ihr das auch schon einmal erlebt?