Der Bauwagen ist da – endlich

Wenn das Holzhäuschen im Garten direkt auf feuchtem Moorboden steht, dann muss man sich Schritt für Schritt um Alternativen Gedanken machen.
Da es für mich als rastlose Heimatsuchende nicht in Frage kam ein Gartenhäuschen fest aufzustellen, sollte es etwas Fahrbares sein. Auf den üblichen Portalen bin ich jedoch nicht fündig geworden – zu viel Geld für zu schäbiges Material.
Also habe ich mich weiter umgesehen und bin an einen Händler geraten, der gebrauchte Bauwagen verkauft. Nach ausgiebiger Beratung habe ich mich dann dazu entschlossen:

Ein Bauwagen als Häuschen für meinen Garten.

Der Einachser  ist 3,5m lang, 2,1m breit und 2,3m hoch. Er hat eine Tür mit Treppe und ein Fenster auf der gegenüberliegenden Seite und ist für einen gebrauchten Bauwagen echt gut erhalten.

Aufgrund der Breite des Bauwagens mussten wir den Zaun etwas versetzen und ein paar Pflanzen kurzzeitig umziehen. Doch innerhalb von ein paar Stunden stand er dann an seinem vorgesehenen Platz.

Jetzt wird mit der „Verschönerung“ begonnen. Mein Traum wäre ein großes Fenster in den Garten hinein und ein kleiner Werkstattofen für die kühleren Wintertage – aber alles der Reihe nach.

Neues kleines Anzuchthäuschen

Da mein Garten nicht am Haus liegt, hatte ich im letzten Jahr Probleme damit meine Aussaatschalen optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Entweder hat es zu stark geregnet und das Wasser stand in den Schalen oder es regnete nicht und die Erde trocknete aus.

Das Anzuchthaus unmittelbar nach dem Aufbau. Die Verpackung hat nicht zu viel versprochen.

In England habe ich mir dieses kleine Anzuchthäuschen gekauft und bin total begeistert.
Es ist stabil, hält die Aussaatschalen warm und feucht und gibt mir die Möglichkeit auch mal einen Tag ohne die Beregnung verstreichen zu lassen.

Der Kohlrabi und der Blattsalat Till haben zuerst den Weg aus der Erde gefunden. Jetzt hoffe ich, dass meine Aussaat dieses Jahr besser klappt als 2015.

Der Gummistiefel-Streifzug

Wenn ein mooriger und sowieso schon feuchter Garten auf einen noch nasseren Winter trifft, der sich leider nur bedingt mit Schnee und Frost schmuecken moechte, dann habe ich von nun an wohl ein jaehrliches Problem.

Vorsorglich hatte ich bei meinem letzten Gartenbesuch die Gummistiefel angezogen – eine gute Entscheidung.

Im Beet mit den Blumenzwiebeln stand das Waser in den kleinen Graeben, welche die Blumenzwiebeln hoffentlich vor dem Verfaulen retten werden.

Blumenzwiebelbeet mit hohem Wasser in kleinen Graeben.

Doch auch vor dem Garten sammelte sich eine grosse Menge Wasser in einem Graben. Schon beeindruckend, wie viel da zusammenkommt.

 

Neben der stehenden Feuchtigkeit hat sich zudem die Wuehlmaus (die ich schon persoenlich kennenlernen durfte) ein leckeres Mahl aus Blumenzwiebeln bereitet. Doch damit ist jetzt hoffentlich bald Schluss.

Denn auch der Maulwurf hat sich in meinem Garten nicht gerade beliebt gemacht mit seinen ueberdimensionalen Haufen quer ueber den Rasen (und natuerlich nicht da, wo ich sowieso umgraben moechte – keine Hilfe dieser Maulwurf…).

Bereits glatt gezogene Maulwurfhuegel, die sich zu grossen Erdeflecken auf dem Rasen verteilen.Maulwurfshuegel am Wegesrand im Garten
Also habe ich gehandelt und zwei kleine Geraete gekauft, die einen Ton in die Erde abgeben und den sowohl Wuehlmaeuse, als auch Maulwuerfe angeblich nicht moegen sollen. Verletzen moechte ich die Tiere natuerlich auch nicht.
Das Ganze ist solarbetrieben, was wiederum gut in meinen stromlosen Garten passt.

 

Ich bin schon gespannt, ob diese Methode erfolgreich ist.
Habt ihr schon einmal Erfahrungen mit solchen Geraeten sammeln koennen?

Blumenzwiebeln 2016

Nachdem der Dezember doch recht warm war, hatte ich mich noch nicht getraut meine Blumenzwiebeln fuer das Jahr 2016 einzupflanzen.In den vergangenen Jahren haben die Blumen bereits im Januar aus der Erde geguckt und sind dann im Maerz erfroren.

Doch als ich nach einem wunderbaren Urlaub wieder in Deutschland war, musste ich feststellen, dass der Boden bereits gefroren war.

Mit viel Arbeit unter der Woche und der derzeitig noch herrschenden Finsterniss ab 17 Uhr blieb nur noch das Wochenende, um mich im Garten auszutoben. Das geht mir ein bisschen gegen den Strich, laesst sich aber nicht aendern.

Also habe ich mich gestern daran gemacht die Zwiebeln doch noch in die Erde zu bringen. Heute nacht gab es dann starken Frost im Norden und ich befuerchte, dass meine schlau geplante Wartezeit auch diesmal nicht gerade fuer bluehende Ueberraschungen im Fruehling sorgen wird.

Was meint ihr und wie sind eure Erfahrungen mit Blumenzwiebeln in den letzten Jahren? Wart ihr erfolgreich und konntet euch im Fruehling freuen?

Morgens beim Laufen…

Da im Garten momentan nicht so viel passiert, habe ich meine Kamera eines morgens mit zum Laufen genommen (nicht sonderlich praktisch, aber es hat sich gelohnt – seht selbst!)

Gerade am Feld hinterm Haus ankommen konnte man das laute Geschnatter nicht mehr überhören. Eine riesige Gänseschar watschelte fröhlich umher. Graugänse und Nonnengänse haben sich hier zusammengetan. Trotzdem durchzog die beiden Gruppen eine klare Grenze – sehr witzig.

Schwarz weiße Gänse und gräuliche Gänse mit einem organgenen Schnabel auf einer grünen Weide

Grau- und Nonnengänse sind gelandet – die Krähen müssen im Hintergrund bleiben.

Die Graugänse bewegen sich auf der linken Seite und im Hintergrund. Die Nonnengänse auf der rechten Seite.

Nonnen- und Graugänse klar voneinander getrennt.

Eine halbe Stunde später erstrahlte die Sonne am blauen Himmel. Der Kanal spiegelte den Himmel wider und die Farben waren einfach wunderbar. Das hintere Feld in gelb – vorne ist die Wiese grün.

Kanal im Sonnenschein. Die Wiese auf der anderen Seite ist gelb - das Gras im Vordergrund grün.Kanal im Sonnenschein. Auch hier ist das hintere Gras gelb und das vordere grün.

Noch einmal ein Kanal im Sonnenschein mit gelbem und grünem Gras. Im Hintergrund erkennt man hohe Frachtkräne

Im Hintergrund kann man den Hamburger Hafen erahnen.

Und dann erblickte ich auf dem Kanal noch diese Enten, die ich bis dahin noch nicht beobachtet hatte. Es handelt sich um Gänsesäger, die wohl in den Wintermonaten Richtung Süden unterwegs sind und bei uns häufig einen Zwischenstopp einlegen.

Drei Enten auf dem Kanal. Die Sonne scheint und das hintere Gras ist gelb - das vordere grün.

Drei Gänsesäger auf dem Kanal

Nach dem Laufen wurde mir klar, dass ich echtes Glück habe eine so tierreiche und sehenswerte Laufstrecke zu haben – toll.

Gartentor: Sinn oder Unsinn?

Seit der Übernahme des Gartens stört mich der Zustand des Gartentores – es trifft zwar nicht ganz meinen Geschmack und auf Dauer möchte ich den gesamten Zaun erneuern, doch vorerst muss ich damit vorlieb nehmen. Immerhin schützt es meinen Garten vor gehirnlosen Menschen (die Tiere kommen überall durch :-D). Besagte Menschen haben neulich sogar die Tierfiguren geklaut, die ich von meinem Vorgänger übernommen hatte – ihr erinnert euch vielleicht.

Doch zurück zum Gartentor: Heut schien die Sonne (ok, ab und an zogen ein paar Wolken durch), ich hatte Zeit und so konnte es mit der Renovierung los gehen.

Zunächst habe ich mit einem groben Schleifpapier das zum Teil sehr brüchige Holz abgeschliffen. Froh war ich über die Atemschutzmaske, denn es staubte nicht schlecht. Nebenbei habe ich noch ein paar morsche Teile ausgetauscht.

Anschließend konnte es mit dem Streichen los gehen. In nussbraun sollte das Tor erstrahlen. Ich habe mich für ein Wetterschutz-Gel entschieden, das sehr einfach und ohne Spritzen und Tropfen aufzutragen war.

Nun erstrahlt das alte Tor in neuem Glanz.

Was haltet ihr von Gartentoren und Zäunen?
Trennen sie den Garten von der Natur oder sind sie ein Zeichen unserer territorialen Herrschaft?

Verrückte Kohlrabigeschichte

Lang, lang ists her, seit dem letzten Post, denn Urlaub und Krankheit haben es einfach nicht zugelassen… Doch jetzt möchte ich allen treuen Lesern (ihr seid klasse!) die Geschichte von meinem verrückten Kohlrabi erzählen.

Sommer 2014

Bevor ich meinen Garten im März übernommen habe, hatte ich nur meinen Balkon zum Anbau von Gemüse und Co. Unter anderem habe ich dort ganz erfolgreich Kohlrabi angebaut.

Kleiner Kohlrabi mit saftig grünen Blättern im Kübel

Normaler Kohlrabi im Juli 2014

Einige der Leckerbissen habe ich gegessen. Bei anderen habe ich ein gutes Erntedatum verpasst und statt die verholzten Kohlrabi wegzuwerfen, habe ich sie im Kübel gelassen.

Frühling 2015

Der Kohlrabi hat den Winter im Topf gut überstanden. Im Frühling bildeten sich dann längere Blätter und ein langer Stängel, der sich von Tag zu Tag weiter in den Himmel schob.

Schon im Mai bildeten sich aus den Blüten die Samenstände in Bohnenform.

Sommer 2015

Die kleinen Bohnen verfärbten sich im Juli in ein herrliches Rot und trockneten langsam aus.

Rötlich gefärbte Bohnen in denen sich Kohlrabisamen befinden

Rötlich verfärbte Samenstände des Kohlrabi

Nachdem ich dann zahlreiche Samen abgesammelt habe (leider habe ich von den kleinen schwarzen Samenkügelchen keine Bilder) und den Kohlrabi immer noch nicht weggeworfen habe, passiert das Unglaubliche.

Zwischen den übrig gebliebenen Samenständen – also in einer Höhe von ca. 1,20 m, bildeten sich erneut kleine Kohlrabi inkl. Blättern.

Ich kann es immer noch nicht glauben und bin völlig fasziniert von meinem verrückten Kohlrabi😀

Habt ihr das auch schon einmal erlebt?

Über 25 kg Zwetschgen an nur einem Baum

Schön, dass ihr mir zu der Fortsetzung meines Blogs gefolgt seid (www.gartengemuese.wordpress.com). Um den ersten richtigen Post dieser Fortsetzung zu feiern, starte ich mit einem Thema, das mich die letzten vier Wochen beschäftigt hat.

Zwetschgenbaum 1 und 2 im Frühling

Wie ihr vielleicht wisst habe ich im März meinen Garten übernommen, auf dem bereits zwei Zwetschgenbäume standen (10 Jahre alt). Beide hatten im Frühling eine wunderschöne Blütezeit mit zahlreichen Hummeln und Bienen.

Doch im Sommer stellte sich schon zeitig heraus, dass nur einer der Bäume richtig tragen würde. Der eine (Baum 1) steht sehr nah an zahlreichen Weiden hinterm Zaun, die ihm vermutlich den Saft rauben (so meine Theorie).

Erntezeit der Zwetschgen

Doch so sehr ich den armen Baum auch bemitleide – wenn er auch noch getragen hätte, hätte ich einen Zwetschgenhandel auf machen können. Denn nur Baum 2 hat uns mindestens 25 kg Ernte beschert. Freunde haben, beim leider verregneten Pflaumenfest, ebenfalls ihre Eimer gefüllt. Es ist unfassbar.

Es ist genug für alle da

Zudem ist ein Großteil der Zwetschgen vom Baum gefallen und auf dem Kompost gelandet. Insgesamt drei Admiräle (Schmetterlinge) und lustigerweise auch ein Kaninchen haben sich daran erfreut. Leider sind die Bilder der Hornisse, die es sich ebenfalls auf dem Kompost gemütlich gemacht hat, nicht mehr auffindbar. Aber ich kann euch sagen: Wenn eine Hornisse ihre Zwetschgen gegen einen Admiral (Schmetterling) verteidigt, dann kann einem der Schmetterling ganz schön leid tun. Er hat dann zum Glück aufgegeben, bevor es zu ernst wurde. Ich konnte gar nicht hinschauen.

Backen und Einkochen der Zwetschgen

Da wir nicht alle Zwetschgen frisch essen konnten, habe ich in drei Portionen Pflaumenmus eingekocht, Kuchen und Muffins beim Pflaumenfest serviert, zweimal Streuselkuchen gebacken und heute ein letztes mal Cupcakes daraus gemacht. Im nächsten Jahr bin ich dann noch ein bisschen besser vorbereitet.